Es ist einer dieser Tage, der im Nebel beginnt, an dem sich aber im Laufe des Vormittags der Schleier lichtet und die Herbstsonne die Umgebung in ein beinahe schmerzhaft schönes Licht taucht. Wir sind zu Besuch bei Skirennfahrerin Wendy Holdener, sie gewährt uns einen seltenen Einblick in das Herz ihrer neuen Wohnung: die Küche. Sosehr sie für die Schweiz und ihren Sport alles gibt, sosehr ist ihr das Zuhause als privater Rückzugsort heilig. Beim Gespräch über die «perfekte» Küche und warum sie fürs Wohlfühlen so wichtig ist, sitzen wir noch am grosszügigen Panoramafenster, etwas später greift Wendy dann selbst zum Koch- bzw. Backlöffel.

Abtauchen: Privatsphäre ist Wendy Holdener wichtig. Zu Hause tankt die Spitzensportlerin Kraft für ihre Reisen.
Welchen Stellenwert hat das Wohnen für dich?
Wendy Holdener: Wohnen ist etwas sehr Privates für mich. Ein Ort, an dem ich mich zurückziehen und die Tür zumachen kann. Ich bin viel unterwegs, das Heimkommen gibt mir immer Energie, damit ich wieder auf Reisen gehen kann. Daher bin ich auch sehr froh, dass wir jetzt unsere vier Wände fertig haben.
Ihr habt diese wunderschöne offene Küche mit Essplatz …
WH: Diese Offenheit war mir sehr wichtig, denn ich mag eine lockere Atmosphäre, wenn alle beisammen sein können und der Koch nicht alleine in der Küche sein muss. Ich lade sehr gerne Leute ein, in dem Lebensabschnitt, in dem ich mich gerade befinde, sind Momente wie diese leider rar.
Zusammen mit Küchenbauer Beni Holdener hast du deine individuelle Traumküche realisiert, die auch komplett in deiner Heimat Oberiberg gefertigt wurde. Wusstest du bei der Planung schon genau, was du wolltest?
WH: Meine beste Kollegin ist Küchenbauerin. Mit ihr habe ich mich zunächst einmal zusammengesetzt und aufgezeichnet, wie ich mir die Küche vorstelle. Mit diesem detaillierten Vorschlag bin ich zu Küchenbauer Beni Holdener, der dann noch die Feinheiten ausgearbeitet hat.

Wohlfühlort: Helle Hölzer und Farben in einem lichtdurchfluteten Raum. Die Küche ist für den Skistar auch ein Ort der Begegnung.
Was ist das Besondere an eurer Küche?
WH: Die Griffe aus Eichenholz zum Beispiel. Sie sind eine Spezialanfertigung, die Beni so noch nie vorher gemacht hat. Ausserdem haben wir gemeinsam eine Lösung entwickelt, wie wir die Geschirrtücher am besten verstauen können: Links vom Küchenschrank wurde im Eichentablar ein Schlitz ausgefräst, dort sind sie nun unauffällig, aber griffbereit untergebracht. Und dann wäre da noch die Kreidewand. Ich wäre ja einfach in den Baumarkt, hätte mir eine Magnettafel zum Beschriften geholt und an die Wand gehängt. (lacht) Aber Beni hatte dann die Idee mit den magnethaftenden HPL-Platten, die direkt integriert wurden.
Was war dir besonders wichtig bei der Planung?
WH: Genügend Stauraum zu haben, aber weitestgehend auf Oberschränke verzichten zu können. Ausserdem wollte ich helle Farben und eine matte Optik, denn die Kombination mit Holz und unserem Eichenparkettboden war mir sehr wichtig.

Raum geben: Auf Oberschränke wurde bewusst verzichtet.
Die Geräte fliessen übergangslos mit den Fronten ineinander, was natürlich eine sehr schöne, gleichmässig ruhige Atmosphäre schafft. Das Kochfeld gehört zur Linie «SaphirMatt», die beiden Kombisteamer gehören zur Linie «Matt Schwarz», alles von Electrolux. Warum fiel die Wahl auf diese Geräte?
WH: Tatsächlich waren sie auch in der Showküche unseres Schreiners und sie haben uns gleich auf den ersten Blick total überzeugt. Electrolux unterstützt mich seit mehr als zehn Jahren und diese Treue weiss ich sehr zu schätzen. Dass dann in der Showküche beim Schreiner auch noch diese Geräte waren, war wohl ein Zeichen. (lacht)
Wie bist du bei der Wahl der Geräte vorgegangen, was wolltest du in der Küche haben?
WH: Beim Kombisteamer war sofort klar: Wir nehmen ein Gerät aus der Linie «Matt Schwarz», die passt einfach perfekt. Das Induktionskochfeld aus der Linie «SaphirMatt» ergab sich wie von selbst. Ein Besuch in der Electrolux Taste Gallery hat mir dann geholfen, auch den richtigen Kühlschrank zu finden. Bei Kühlschränken ist es schwer, genau die Einteilung zu finden, die man braucht oder die einem gefällt. Da war ich froh, dort herausfinden zu können, was am besten für mich ist.
Hast du ein Lieblingsgerät?
WH: Ich würde sagen: der Kombisteamer.
Und eine Lieblingsfunktion?
WH: (lacht) Ich habe noch gar nicht alle ausprobiert, dafür wohne ich noch nicht lange genug in der Wohnung. Aber ich freue mich drauf, da noch ganz viel auszuprobieren.
Und wir freuen uns auf dein erstes Kochbuch – vielen Dank für das Gespräch.

Backen oder kochen? «Backen, aber gesund. Ich esse gerne Desserts und probiere sehr viele Rezepte möglichst ohne Zucker aus.»
Lust auf Wendys Bananenbrot? Dann ran an den Kochlöffel und rein in den Ofen!
– 2 grosse oder 3 kleine sehr reife Bananen. Wenn die Bananen nicht süss genug sind, kann noch ein geraffelter Apfel hineingegeben werden.
– 2 Eier (statt Eier können auch 180 g Magerquark verwendet werden)
– ca. 1 dl Milch
– ca. 150 g Dinkelmehl
– 1 Prise Salz
– 2–3 Löffel Whey Protein Neutral
– 1 Reihe Schokolade, klein geschnitten
– eine Handvoll Cashewnüsse und Mandeln
– ein paar trockene Aprikosen und Feigen, klein geschnitten
In der Mitte des vorgeheizten Backofens bei 180 Grad Unter-/Oberhitze ca. 45 Minuten backen.
Tipp: Die Backzeit gut im Auge behalten, damit das Bananenbrot saftig bleibt.

