
Monument: Die blau eingefärbte Tragwerkstruktur aus Holz prägt das pavillonartige Gebäude, welches im Dorf den Spitznamen «Bahnhof» trägt.
Die Casa Tresoldi wirkt wie eine abstrakte Skulptur von monumentaler Grösse und entfaltet sich mit ihrer kühnen Farbwahl und den markanten zylindrischen Betonsäulen horizontal auf einer umwaldeten Wiese. Entstanden als Ferienhaus des Architekten Ambrogio Tresoldi und entworfen vom Büro Salvati und Tresoldi, dient sie noch heute der Familie, insbesondere seinem Sohn Matteo, der ebenfalls Architekt ist. Die ursprüngliche Struktur stammt aus dem Jahr 1958. 1967 erfolgte eine erste Erweiterung und 1972 kam es zu dem Umbau, der heute zu entdecken ist.

Farbwelten: Das Bett haben die Architekten Salvati Tresoldi gleich selbst entworfen. (Wand-Holzpaneele vom Künstler Giuliano Barbanti, Beistelltisch aus den 1980er-Jahren, Leuchte «Naska Loris»: Fontana Arte)

Massgefertigte Möbel: Die Holzpaneele links und rechts vom Kamin können wie Theaterflügel geöffnet werden. Dahinter befinden sich Küche und Schlafzimmer. (Wandteppich von Renata Bonfanti)
Das Haus wurde zu einem Ort der umfassenden Interaktion: Bänke drehen sich, Wände gleiten auf oder zu, Volumen verändern sich. Eine Sammlung von Reizen und fesselnden Details – das Auge wird ständig von neuen dekorativen Motiven in Anspruch genommen.

In Familienhand: Heute bewohnt Matteo Tresoldi das Haus. Der Architekt ist der Sohn von Ambrogio Tresoldi, der mit Alberto Salvati das Architekturbüro Salvati Tresoldi gegründet hat.
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