
Der Aufstockung mit einer Verkleidung aus Faserzementplatten von Swisspearl wird durch ihre Farbigkeit und die Gliederung Leichtigkeit verliehen. Die Südseite ist als Brandwand ausgeführt. Auf eine Aussendämmung des Bestands wurde verzichtet, um die mineralische Fassade erhalten zu können.
Ein Geschäft im Erdgeschoss und mehrere Wohnungen in den Obergeschossen – so war die Einteilung der drei Häuser, die 1895 ein neues, kleines städtisches Zentrum von Bern gebildet haben. Eines von ihnen wurde kürzlich von Piazza Meier Architekt:innen umgebaut. Mit einer Erweiterung und nur wenigen Eingriffen in den Grundriss haben die Architekt:innen ein Maximum an mehr Wohnraum geschaffen, sodass heute mehr Menschen in dem Haus leben als vor dem Umbau. «Wir haben eine Bauform entwickelt, die einen Auftakt für die Baugruppe Breitenrain bildet, das Protostädtische jedoch weiterhin in sich trägt», sagt Michael Meier Valentin.

Alte Holz- und Steinböden prägen die Räume im Bestandsbau. So sind die Spuren der Zeit nach wie vor ablesbar.

Mit ihren Abstufungen fügt sich die Aufstockung in ihr Umfeld, ohne die Nachbarhäuser zu erdrücken.
«Es stand zu jeder Zeit der Mensch im Zentrum und nicht ein Finanzierungsmodell.»

Piazza Meier Architekt:innen: Gemeinsam mit ihren Mitarbeiter:innen entwickeln Michael Meier Valentin (rechts) und Ivo Piazza Projekte in allen Planungs- und Realisierungsphasen und nehmen regelmässig an Städtebau- und Architekturwettbewerben teil. Neben ihrer Tätigkeit im Büro engagieren sie sich in Forschung und Lehre.
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