Villa Beer – Wiedergeburt einer Ikone

Architektur

Flächentechnisch betrachtet hat dieses Haus das Kaliber einer Megavilla. Doch die Villa Beer, erbaut zwischen 1929 und 1930, ist gleichsam die Antithese dazu. Für Josef Frank musste ein modernes Wohnhaus die Menschen von ihren Vorurteilen befreien. Der «trostlosen Öde» – O-Ton Frank – bürgerlicher Wohnvorstellungen stellte der Wiener Architekt (1885–1967) ein vielfältiges und organisches Raumgefüge gegenüber.

Historische Aufnahme der Villa aus dem Jahr 1930. 

Plan aus dem Jahr 1929.

Moderne Architektur par excellence – gerade Linien vom Fenster bis zum Geländer.

Ein runder Türbogen sowie ein rundes Fenster im vorgelagerten Anbau durchbrechen die stringente Linearität der Moderne.

Eingangsbereich spielte der Architekt mit unterschiedlichen Ebenen.

Der Entwurf entstand im Auftrag der Familie Beer und in Zusammenarbeit mit Oskar Wlach, dem langjährigen beruflichen Partner von Josef Frank. Das Haus an der Wenzgasse 12 in Hietzing, dem 13. Wiener Gemeindebezirk, ist allerdings mehr als Materie gewordene Theorie, es ist eine Ikone der Wiener Moderne.

Der Eingangsbereich heute.

Umfassend: Jedes architektonische Detail wurde analysiert und sorgsam saniert. Neu sind die Textilien, die Frank später im schwedischen Exil entwarf.

Innen und aussen verschränkt: Die hohen Fensterfronten lassen den Blick ins Grüne schweifen.

Haus & Garten: Das Landschaftsarchitekturbüro Auböck + Kárász hat den Garten instand gesetzt.

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