Via Manzoni, 9

Palazzo Molteni: Showroom, Kunstgalerie und Office Space

«Dieser Palazzo bringt all das, was Mailand bedeutet auf den Punkt.» Es ist ein starkes Statement, mit dem Vincent Van Duysen, Kreativdirektor des italienischen Möbelherstellers Molteni&C, den neuen Flagshipstore in der Via Manzoni Nr. 9 nicht etwa nur umreisst, sondern ganz klar positioniert. Zwar mit Respekt, aber, typisch Van Duysen, keinerlei Berührungsängsten, transformierte er das Innere des historischen Gebäudes in ein hybrides Universum, das Showroom, Kunstgalerie und Büros miteinander verschmelzen lässt. Die Kombination aus starkem Monumentalcharakter und eklektische Stileinflüssen nimmt die Besucher:innen mit auf eine Reise voller Überraschungen und eröffnet fliessende Raumgefüge, die offen für Veränderungen als multifunktionale Bühne fungieren.

Urbane Grandezza: Der neue Palazzo Molteni in der Via Manzoni, 9.

Einblicke: Der Innenhof ist typisch für diese Art von Palazzo.

Nicht nur ein Showroom: Im Palazzo Molteni findet auch zeitgenössische Kunst ihren Platz.

Hybrides Universum: Die Räume können jederzeit individuell bespielt werden.

Ein Palazzo mit Geschichte

Der «Corsia del Giardino», so der ursprüngliche Name, bevor die Strasse 1873 posthum nach dem Dichter und Politiker Alessandro Manzoni (1785-1873) benannt wurde, war einst eine der wichtigsten historischen Strassen im klassizistischen Mailand. Kunst, Kultur und Design definieren bis heute den Quadranten zwischen Via Manzoni, Via Napoleone, Via della Spiga und dem Corso Venezia. Luxus und Grandezza, Traditionshäuser und Zukunftsmusik. Der Palazzo selbst ist eine ehemalige Familienresidenz im Stil der Neorenaissance und stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1922 renovierten die Mailänder Architekten Giuseppe Mentasti und Stefano Lissoni das Gebäude umfassend. Bis heute bewahrt der Palazzo noch immer die Freude an der Dekoration und die Schönheit der Materialien, während er gleichzeitig die für die Mailänder Architektur so typische Zurückhaltung und Nüchternheit zum Ausdruck bringt. Bei der erst kürzlich abgeschlossenen, letzten Renovierung wurden die historischen Marmorarbeiten und Dekorationen wieder sachte hervorgezaubert. Ausserdem wurde das Gebäude um zwei Etagen aufgestockt.

Mit viel Fingerspitzengefühl wurden die dekorativen Details der ehemaligen Familienresidenz wieder herausgearbeitet.

1922: Die Zahl markiert das Jahr, in dem die Renovationen an der Fassade abgeschlossen wurden.

Die Mailänder Bauweise ist geprägt von Zurückhaltung und Nüchternheit, die sich dennoch mit wenigen dekorativen Details mischt.

Aufgestockt: Der Palazzo wurde um zwei Stockwerke ergänzt, die heute Büros, Sitzungszimmer und Gästeempfang beherbergen.

Vincents Vision

Vincent Van Duysen wollte unbedingt den intimen, introvertierten Charakter dieser typischen Mailänder Gebäude bewahren, in dem er die sieben Stockwerke mit einer fluiden Abfolge von privaten und öffentlichen Räumen gestaltete. So wechseln sich im Piano Nobile, Säle und Vorzimmer, private und geheime Gänge, die für die Unterhaltung bestimmt sind ab mit Freiflächen, Terrassen und hängenden Gärten, die wiederum eine fliessende Beziehung zwischen Innen und Aussen schaffen. Dringt man tiefer in die Räume vor, bietet das Gebäude überraschende Einblicke in die Architektur der Stadt und völlig unerwartete Ausblicke auf Mailand.

«Es ist ein Palazzo, aber auch ein häusliches Universum, ein privater Ort, den wir in einem monumentalen Gebäude von grosser Anziehungskraft nachbilden wollten, das unser Zuhause sein wird. Eine Welt der Sinne: Eine Reise voller Überraschungen, die nur darauf warten, entdeckt zu werden.»  

Eine gläserne Decke gibt überraschende Einblick und Ausblicke frei. 

Anmut und Eleganz durchzieht die Räume, die sich auf vielfache Weise erschliessen lassen.

Ein häusliches Universum in einem monumentalen Bau.

Mal sind es einfache Türen, mal offene Durchgänge, mal gewaltige Tore, die die Räume voneinander trennen.

Mailand, ein Ausblick, ein Versprechen. 

Klassiker und neue Kollektionen des Hauses werden hier gezeigt, das Universum Molteni auf sinnliche Weise zugänglich gemacht. 

Bilder aus dem Archiv

Die Wände sind mit Bildern aus dem historischen Archiv des Unternehmens geschmückt, ein Archiv, das nunmehr 90 Jahre Designgeschichte beherbergt. Sie zeichnen fotografisch die Entwicklung der Marke nach: Von Aufnahmen des Teatro-Stuhls von Mario Carrieri in den 1980er Jahren, über Luigi Ghirris Aufnahmen der Kollektionen von Luca Meda, Tobia Scarpa und Aldo Rossi, bis hin zu neueren Aufnahmen der Outdoor-Kollektion und dem jüngsten Fotoprojekt in der Villa Planchart von Frederik Vercruysse. Ausserdem gibt es eine Materialbibliothek sowie eine exklusive Kooperation mit der Galerie Massimodecarlo, die eine exklusive Auswahl von Werken des Künstlers Peter Schuyff zeigt.

Kreativdirektor Vincent Van Duysen ist überzeugt: «Diese Kombination aus Tradition und Avantgarde soll Molteni&C in eine anspruchsvolle Richtung führen, indem sie das Erbe der italienischen dekorativen Künste weiterentwickelt und aufwertet.»

  

Eröffnung ist pünktlich zum diesjährigen Salone del Mobile, der vom 8. bis 13. April in Mailand stattfindet. 

www.molteni.it