Am Dienstag startet der Salone del Mobile in Mailand. Mit dem Fuori Salone hat die wichtigste, internationale Möbelmesse längst auch die Bezirke ausserhalb der Messehallen in Rho erobert. Wir sind schon mal abgetaucht, um in den Untiefen des schäumenden Designozeans ein paar Schätze zu bergen. Hier unsere 10 Highlights:
1. «Orrizonti», so das Motto der Gestaltung des diesjährigen Brera Design Apartments. Daniele Bortotto und Giorgia Zanellato vom Studio Zanellato/Bortotto gestalten die Räumlichkeiten mit einer Auswahl an Produkten, u.a. von Agape, Davide Groppi, Fischbacher 1819, Moroso und Bolzano. Für den Besuch wird vorab um eine Anmeldung gebeten.
2. In der Via Manzoni, 9 eröffnet der Möbelhersteller Molteni&C pünktlich zur Messe seinen neuen Flagshipstore: Palazzo Molteni. Das historische Gebäude wurde sanft renoviert und vereint nun auf sieben Etagen Showroom, Kunstgalerie und Büros. Infos zu Ausstellungen und Öffnungszeiten gibt es hier.
3. Im vergangenen Jahr füllte das Traditionshaus Hermès den Boden von La Pelota mit einem weitläufigen Mosaik unterschiedlicher Materialien, während die Neuheiten, hinter einer Wand verborgen, «nur» die zweite Geige spielten. Was es dieses Jahr wird? Wir sind schon gespannt. Wer hin möchte, darf hier klicken.
4. «PAFF PAFF – Liminal Spaces for Sensorial Rituals» ist eine Installation, die vom Designstudio Finemateria auf Einladung von Park Associati und in Zusammenarbeit mit cc-tapis und QuadroDesign entworfen und entwickelt wurde. Der Name erinnert an das sanfte Geräusch von Hausschuhen, die verwendete Wolle ist symbolisches Element zur Schaffung eines ursprünglichen Rückzugsraumes. Wer mal reinschlüpfen will: hier lang.
5. Welcome to Pixelland: Im Flagshipstore des italienischen Fliessenherstellers Bisazza, in der Via Solferino 22, werden nebst der eindrücklichen Glas-Mosaik-Hommage «Liz2» des Künstlerkollektivs eBoy auch neue Dekore von Doriana und Massimiliano Fuksas gezeigt.
6. Alcova, wunderbar. Wer ein bisschen Zeit hat, sollte unbedingt die Stadtgrenze verlassen und sich im Design District Alcova umschauen. Neben zwei herrschaftlichen Villen (Borsani und Bagatti Valsecchi) zählen zu den diesjährigen Ausstellungsorten auch die ehemalige SNIA Fabrik (Bild) sowie das Pasino Gewächshaus. Alle vier Orte zeigen aussergewöhnliche Installationen und Produkte von etablierten Künstler:innen und Nachwuchsdesigner:innen. Aufgrund der hohen Besucher:innenzahlen wird für die Villa Borsani eine Registrierung empfohlen.
7. Der französische Designmöbelhersteller Roche Bobois lädt in seinen Flagshipstore, um eine aussergewöhnliche Zusammenarbeit zu präsentieren. «Cromática» entstand durch eine Partnerschaft mit dem renommierten Regisseur Pedro Almodóvar und seiner Muse Rossy de Palma. Zum Eintauchen bitte hier klicken.
8. Broot ist ein Projekt zur Aufwertung des portugiesischen Natursteins. Die Wanderausstellung «Dialogues from within» fördert nicht nur den Dialog zwischen verschiedenen portugiesischen Materialien, sondern ist auch eine Hommage an die Zartheit und Fruchtbarkeit dessen, was der Erde entspringt. Fünf der insgesamt 25 Objekte werden in Mailand im Broot Pop Up zu sehen sein.
9. Phantom Hands zeigt im Studio Inoda + Sveje im Herzen von Brera seine erste lizenzierte Kollektion ikonischer Stücke des berühmten sri-lankischen Architekten Geoffrey Bawa. Diese einzigartige Kollektion umfasst Möbel, Leuchten und Alltagsgegenstände, die zwischen Mitte der 1960er- und 1990er-Jahre konzipiert wurden.
10. Zum dritten Mal präsentiert sich das House of Switzerland am Salone del Mobile. Die Gruppenausstellung zeigt, welche Kräfte dank Bündelung von Talenten wie unabhängigen Designschaffenden, Design Studios, Schulen, Brands und Institutionen freigesetzt werden können und zeugt von der Vielfalt des Designs aus der Schweiz. Kollaboration erweist sich als wichtige Grundlage des kreativen Schaffens und als wesentlicher Faktor in der Entwicklung des Landes.