
Die nominierten Projekte der Schweizer Architekturpreise waren an der «neue räume 26» in Zürich ausgestellt. Dort wurden am 24. September die Preisträger:innen der Jurypreise bekannt gegeben.
Der beste Umbau

Ausgezeichnet in der Kategorie «Der beste Umbau»: Das transformierte Mehrfamilienhaus an der Triemlistrasse in Zürich von Atelier Candrian Meier.
Atelier Candrian Meier gelingt an der Triemlistrasse eine elegante Verdichtung eines Mehrfamilienhauses – dafür erhielt das Büro den Jurypreis. Die Bauherrschaft wollte dem Haus aus den 1940er-Jahren einen weiteren Lebenszyklus ermöglichen, denn ein Ersatzneubau hätte wegen des nahe gelegenen Bachs grössere Abstände einhalten müssen. Candrian Meier ergänzten das Haus mit Anbauten, Erkern, Balkonen und einer Aufstockung und ordneten die Wohnungen neu. Trotz der tiefgreifenden Eingriffe erscheint das Gebäude als Einheit, während die Wohnungen mehr Vielfalt und Wohnqualität bieten. Lobenswert ist, wie der Umbau zusätzlichen Wohnraum schafft und das Haus energetisch ertüchtigt, ohne den Massstab des Gartenstadtquartiers zu sprengen.
Der beste Neubau

In der Kategorie «Der beste Neubau» wurden zwei Projekte ausgezeichnet: das Mehrfamilienhaus in Regensdorf von Lütjens Padmanabhan ArchitektInnen...

... sowie der «Raum im Wald» in Trin Digg von Studio Bisig Rocchelli.
Sieger 1: Lütjens Padmanabhan ArchitektInnen
Auf dem Zwhatt-Areal in Regensdorf loten Lütjens Padmanabhan aus, wie bezahlbares Wohnen auf wenig Raum gelingen kann. Im Auftrag der Anlagestiftung Adimora entwarfen sie einen mintgrünen, abgestuften Längsbau mit 31 Wohnungen in Grössen von S bis XL. Trotz einfacher Materialien und Technik wirken selbst die kleinsten, 41 Quadratmeter grossen Wohnungen dank offener, zweigeschossiger Räume überraschend grosszügig. Überzeugend ist, wie dank sorgfältiger Planung trotz kostengünstiger Bauweise ein Haus mit hoher Wohnqualität entstanden ist.
Sieger 2: Studio Bisig Rochelli
Mit dem «Raum im Wald» in Trin Digg schufen Bisig Rocchelli ein reduziertes Stöckli neben einem bestehenden Wohnhaus. Die Bauherrschaft errichtete das Gebäude über fünf Jahre hinweg im Eigenbau aus unbehandeltem Holz und setzte es auf Stützen zentimetergenau zwischen den Baumbestand, ohne einen einzigen Baum zu fällen. Auf lediglich 38 Quadratmetern beheizter Fläche und ergänzt durch eine zweigeschossige Laube verbindet das Projekt minimalen Fussabdruck mit maximaler Nähe zur Natur. Hervorzuheben ist der konsequente Verzicht auf graue Energie und chemische Baustoffe sowie der radikal respektvolle Umgang mit der Landschaft.
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